Förderungen für den Wohnungsbau und Wohnungskauf – ein Überblick

Ein Eigenheim zu finanzieren kostet eine Menge Geld. Geld, das die meisten von uns nicht auf dem Sparkonto haben. Zum Glück gibt es Förderprogramme, durch die wir finanzielle Unterstützung für den Kauf oder Bau einer Wohnung bekommen können. Das können z. B. Darlehen, Zuschüsse oder steuerliche Vergünstigungen sein.

Wir geben Ihnen einen Überblick über drei mögliche Förderungen für Ihren Wohnungsbau bzw. Wohnungskauf.

Wichtig: Bitte beachten Sie, dass Sie sich vor dem Bau oder Kauf über mögliche Förderungen informieren. Viele Fördermittel für den Wohnungsbau oder -kauf bekommen Sie nur dann, wenn der Bau oder Kauf noch nicht begonnen hat.

Eigenheimförderung durch Wohn-Riester

Eine staatliche Förderungsmöglichkeit für den Wohnungsbau bzw. -kauf ist die sogenannte Eigenheimrente – besser bekannt als Wohn-Riester. Das Prinzip ist simpel: Sie zahlen einen Teil Ihres Einkommens in einen Wohn-Riester-Vertrag (z. B. Bausparvertrag) und bekommen dafür Zuschüsse vom Staat. Ein besonderer Vorteil dieser Förderung: Sie können das eingezahlte Geld als Sonderausgaben von den Steuern absetzen.
Wohn-Riester lässt sich ausschließlich dazu nutzen, ein Eigenheim zu kaufen oder zu bauen. Das Ziel dieser staatlichen Förderung für den Wohnungsbau und -kauf ist es, ein mietfreies Wohnen im Rentenalter zu ermöglichen. Zwar ist es unter Umständen möglich, das geförderte Eigenheim zu vermieten, spätestens zur Rente muss der Geförderte aber selbst dort einziehen.

Das Einkommenssteuergesetz legt fest, welche Personen für die Förderung berichtigt sind. Hierzu zählen:

• Rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer
• Beamte
• Richter
• Soldaten
• Amtsträger
• Bezieher von Arbeitslosengeld oder Krankengeld

Weitere Informationen zur Immobilienfinanzierung durch Wohn-Riester finden Sie bei der Verbraucherzentrale.

Wohnungskauf mithilfe eines KfW-Darlehens

Auch von der Kreditbank für Wiederaufbau – kurz KfW – können Sie eine finanzielle Förderung für den Wohnungsbau und Wohnungskauf erhalten. Ein besonderer Vorteil der KfW-Förderung: Auch die Grundstücks- und Baunebenkosten sowie die Kosten der Außenanlagen werden in der Förderung berücksichtigt. Dies gilt auch für Umbau- oder Sanierungskosten, wenn Sie eine bestehende Immobilie kaufen.

Bei der KfW erhalten Sie Ihre Förderung entweder als zinsgünstigen Kredit oder als Zuschuss.
Mit der Kredit-Option finanzieren Sie Ihr Vorhaben zu besonders günstigen Konditionen. So erhalten Sie bei der KfW zum Teil deutlich attraktivere Zinssätze für Ihr Darlehen als bei anderen Banken. Sollten Sie einen Zuschuss bekommen, beteiligt sich die KfW direkt an den Kosten Ihres Wohnungskaufs oder -baus. Planen Sie z. B. eine energetische Sanierung, übernimmt die KfW die Hälfte der Kosten für eine professionelle Baubegleitung. Darüber hinaus vergibt die KfW in manchen Programmen Tilgungszuschüsse für energieeffizientes Bauen.

Mehr Informationen zum Förderangebot für Privatpersonen erhalten Sie auf der KfW-Website.

Förderung des Wohnungskaufs durch soziale Wohnraumförderung

Auch einkommensschwache oder kinderreiche Familien können vom Staat finanzielle Förderungen zum Wohnungskauf und Wohnungsbau erhalten – dank des Wohnraumförderungsgesetzes. Hierbei fördert der Staat den Wohnungskauf oder -bau durch finanzielle Zuschüsse, verbilligtes Bauland oder zinsgünstige Darlehen. Dies gilt in einigen Bundesländern sogar für den Bau oder Ausbau von Mietwohnungen, wenn diese an sozial schwache vermietet werden.

Die Wohnraumförderung orientiert sich an Einkommensgrenzen, die nicht überschritten werden dürfen. Laut Wohnraumförderungsgesetz werden nur Haushalte finanziell gefördert, deren Jahreseinkommen nicht über 12.000 Euro (Einpersonenhaushalt) bzw. 18.000 Euro (Zweipersonenhaushalt) hinausgeht. Für jede weitere Person, die zum Haushalt zählt, können noch einmal 4.100 Euro zur Einkommensgrenze hinzugerechnet werden. Pro Kind erhöht sich die Grenze um 500 Euro.

Entscheidend für diese Art von Förderung ist darüber hinaus das Einbringen eigener Geldmittel. Nur so wird eine Förderung erst möglich. Je nach Bundesland muss der Anteil der Eigenmittel zwischen 15 und 25 Prozent liegen. Dies scheint zunächst widersprüchlich, da einkommensschwache Familien diesen Anteil möglicherweise nur schwer stemmen können. Besonders interessant am Konzept der Wohnraumförderung ist aber folgender Punkt: Auch die tatkräftige Unterstützung z. B. auf der Baustelle kann unter Umständen als Eigenleistung angerechnet werden.

Sie suchen nach einer passenden Förderung für einen Wohnungskauf oder -bau in Oldenburg und Umgebung? Dann bekommen Sie hier weitere Informationen zur Wohnraumförderung in Niedersachsen.

Gerne stehen auch wir Ihnen bei der Finanzierung zur Seite – kommen Sie bei Fragen einfach auf uns zu.